TikTok hat sich inzwischen bei uns allen etabliert. Der neue König der Social Media-Apps unterscheidet sich enorm von denen, die digitale Marketing-Experten gewöhnt sind, doch jetzt, wo alle anderen Portale nachziehen, ist TikTok der neue Fokuspunkt der Online-Welt geworden. Der Fokus ist auf kurzem Videocontent, das uns häppchenweise serviert wird. Aus ist es mit den alten Werbebannern, Videos die Persönlichkeit ausdrücken sind das neue schwarz. TikTok Marketing Agenturen haben die neuen Prozesse aber bereits analysiert und aufgefächert!
Diesen neuen Content-Strom zu verstehen ist enorm wichtig. TikTok wächst nicht nur am schnellsten von allen aktuellen Social Media-Plattformen, es hat auch jetzt schon die höchsten Zahlen unter seinen Rivalen. Allein im Jahr 2019 hatte die App schon 735 Millionen Downloads, eine Zahl, die seitdem nur gewachsen ist. Auch hat TikTok eine sehr geringe Hemmschwelle, da für das Ansehen von Videos kein Account vonnöten ist. In den letzten drei Jahren ist die App konstant enorm gewachsen.
Mit seiner allgemein jüngeren Zielgruppe ist TikTok für Gen Z der Ablöser für die meisten anderen Plattformen geworden. Wer also Teenager erreichen möchte, sollte lernen, wie die Grundlagen von TikTok funktionieren. Auch wir nutzen TikTok für unsere eigenen Projekte und haben auch für unsere Kunden damit begonnen, sie über TikTok zu bewerben. Anhand unserer Erfahrungen zeigen wir euch jetzt einmal einige Strategien, um bei TikTok Erfolg im Marketing zu erreichen.
Zunächst einmal muss ein Account erstellt werden, logischerweise mit dem Firmennamen. Auch die direkte Webadresse der Unternehmensseite kann hier eine gute Idee sein, um Conversions für die Nutzer zu vereinfachen. Als Videoplattform mit kurzer Videolänge ist es auf TikTok noch wichtiger als sonst, sich im Marketing kurz zu halten. Auch das Format ist wichtig. Zwar können auf TikTok theoretisch Videos in beinahe jedem Format hochgeladen werden, doch ist das Vertikalformat, das von Smartphones genutzt wird, hier das einzige, das wirklich Sinn macht und von Algorithmus entsprechend gepusht wird. Das Content muss darauf angepasst werden, wie die Nutzer der App die App verwenden.
Zudem sollten Posts, wie bei den meisten Social Media Plattformen, regelmäßig erfolgen. Ein Video pro Tag ist hier ideal, mehr wäre sogar noch besser. Wir haben über eine Zeitspanne mehrerer Wochen diese täglichen Uploads ausprobiert. In unserem Fall haben wir für eines unserer Magazine bereits existierende Blogposts in kurzer, einfacher Videoform zusammengefasst und dazu Lifehacks produziert, die allesamt auf unsere Seite verlinken. So schaffen wir sowohl Backlinks in der App, erzeugen aber auch qualitativ hochwertiges Content, zu dem Nutzer zurückkommen.
Die Nutzung von Hashtags funktioniert auf TikTok etwas anders als auf anderen. Der tägliche Content-Feed der Nutzer besteht größtenteils aus Videos, die der Algorithmus basierend auf geteilten Hashtags zu zuvor gesehenen Posts suggeriert. Der Nutzer hat hier Zugriff auf zwei Feeds, einen Follow-Feed, der Content von bereits verfolgten Nutzern anzeigt, und den Recommendation-Feed, der auf Hashtags und bisherigem Verhalten basierend Content anzeigt, aber üblicherweise auch das Content derer zeigt, denen man spezifisch folgt. Die App regt damit also die Nutzung dieses Feeds eher an. Aufgrund der Kürze der Videos kann man den Follow-Feed oft schon nach wenigen Minuten abgeschlossen haben, wenn man nicht Unmengen an Nutzern folgt. Eine gute Platzierung auf dem Recommendation-Feed zu erreichen ist also ungemein wichtig. Wo auf anderen Apps nicht angefragtes Content eher selten angezeigt wird, macht es auf TikTok einen großen Teil des Feeds aus.
Dazu kommt noch, wie TikTok die Videos, die auf der App gepostet werden, an die User verteilt. Wer bereits Videos auf TikTok gepostet hat, wird gemerkt haben, dass in den ersten zwei Stunden eine eher kleine oder unverhältnismäßige Anzahl an Views angespielt wird. Der Grund dafür ist, dass TikTok in dieser Zeitspanne Videos unabhängig von Größe eines Accounts an ein kleines Publikum verteilt, um zu testen, ob das Content Anklang findet. Wer klickt es direkt weg? Wer guckt es bis zum Ende? Erst nach diesen zwei Stunden wird das Content, basierend auf Beliebtheit des Accounts und den Erfahrungen aus diesem ersten Test, in den weiteren Recommendation-Feed verteilt.
