Warum Mikro-Influencer immer wichtiger werden
Der Markt für Influencer-Marketing wächst rasant: Nach verschiedenen Prognosen und Planungen wird das weltweite Volumen 2019 die Marke von 5 Milliarden Euro übersteigen. Allein eine Milliarde Euro davon entfällt auf das Influencer-Marketing auf Instagram. Mit mehr als 800 Millionen Menschen, die monatlich durch ihre Instagram-Feeds scrollen, haben die Preise für gesponserte Inhalte bereits beachtliche Höhen erreicht. Ein Account mit über einer Million Followern kann für einen einzelnen gesponserten Post – je nach Engagement-Rate – bis zu 50.000 US-Dollar verdienen.
Aktuellen Entwicklungen zufolge wird Instagram Facebook bis Ende 2020 bei den Nutzerzahlen überholen. Das ist ein weiterer Grund, warum Influencer-Marketing und insbesondere der Einfluss von Mikro-Influencern heute noch immer unterschätzt oder gar belächelt wird – obwohl genau hier enormes Potenzial für Marken liegt.
Warum große Reichweiten allein nicht mehr überzeugen
Vermarkter haben in den letzten Jahren bemerkt, dass sich mit wachsender Reichweite eines Accounts weniger Menschen aktiv mit den Inhalten beschäftigen. Gleichzeitig wächst das Misstrauen gegenüber der Authentizität von Prominenten und Mega-Influencern. Nutzer hinterfragen zunehmend, ob eine Empfehlung ehrlich gemeint ist oder ob es sich lediglich um bezahlte Werbung ohne echten persönlichen Bezug handelt.
Das beste Engagement liegt bei kleinen Accounts
Studien zeigen: Das beste Verhältnis zwischen Likes, Kommentaren und Followern erreichen Accounts mit rund 1.000 Followern. Ab etwa 100.000 Followern nimmt das Engagement dagegen wieder deutlich ab. Die Erklärung dafür ist einfach: Nutzer möchten lieber mit jemandem interagieren, mit dem sie sich identifizieren können, statt mit einem entfernten Prominenten oder einer anonymen Marke.
Mikro-Influencer als Zukunft des Influencer-Marketings
Ein immer stärker werdender Trend – und aus unserer Sicht auch die Zukunft des Influencer-Marketings auf Kanälen wie Instagram, Facebook, Twitter und YouTube – sind daher Mikro-Influencer. Sie werden für Vermarkter und Werbetreibende besonders im lokalen und regionalen Bereich zunehmend interessanter, da sie eine überschaubare, aber sehr engagierte und loyale Community ansprechen.
Das Magazin HelloSociety, das vor zwei Jahren von der New York Times übernommen wurde, hat in einer Analyse herausgefunden, dass Mikro-Influencer – also Konten mit 30.000 oder weniger Followern – für Vermarkter deutlich vorteilhafter sind als große Accounts. Der Grund: Ihre Empfehlungen wirken glaubwürdiger, persönlicher und authentischer, was sich unmittelbar in höheren Interaktionsraten und einer stärkeren Kaufbereitschaft der Follower niederschlägt.
Vorteile von Mikro-Influencern im Überblick
- Höhere Engagement-Raten im Vergleich zu großen Accounts
- Größere Glaubwürdigkeit und Authentizität
- Starke Bindung zu einer thematisch fokussierten Zielgruppe
- Besonders effektiv für lokale und regionale Kampagnen
- Günstigere Kooperationskosten bei vergleichbarer Wirkung
Für Marken bedeutet das: Wer langfristig erfolgreiches Influencer-Marketing betreiben möchte, sollte nicht nur auf die Reichweite eines Accounts schauen, sondern gezielt auf Mikro-Influencer setzen. Sie bieten nicht nur ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern sorgen durch ihre authentische und nahbare Kommunikation auch für nachhaltigeres Vertrauen bei der Zielgruppe.
